„Was ihr durch die Worte anderer gelernt habt,
werdet ihr schnell vergessen.
Was ihr mit eurem ganzen Tun verstanden habt,
daran werdet ihr euch ein ganzes Leben lang erinnern.“
Funakoshi Gichin
Unser Weg zur Integrativen Paartherapie – aus meiner Perspektive, da wir diese Website dafür nutzen.
Für mich ist das Leben in Beziehung ein kostbares Geschenk, in das ich bereit bin, immer wieder neu zu investieren.
Ich habe bei meinen Eltern eine Beziehung auf Augenhöhe erlebt.
Für mich war neben meiner eigenen Entfaltung die Entfaltung meiner Partnerin, Ursula, immer ein wichtiges Anliegen.
Wir sind in vielen Bereichen sehr verschieden und gehen eigene Wege.
Mit Ursulas Ausbildung zur diplomierten Lebensberaterin hat sich eine spannende Schnittstelle ergeben. Mehr über Ursula
Im Rahmen meiner Workshops in Schulen und in der Erwachsenenbildung bauen die Teilnehmer*innen einfache Figuren aus Papier und Klebeband, um damit kurze Geschichten zu inszenieren.
Das Bauen einer Figur ist ein musischer Prozess mit dem alleinigen Anspruch entstehen zu lassen und das, was entstanden ist, anzunehmen. Ich erlebe dabei alle Teilnehmenden in einer Selbstermächtigung, die anregt und Spaß macht.
Im gemeinsamen Austausch mit Ursula ist die Idee entstanden, die Figur als Medium zu nützen. Dazu haben wir einen Paarworkshop entwickelt.
„Puppe als Medium in der Gestalttherapie“ lautete das Thema von Ursulas Diplomarbeit.
Das besonders Reizvolle für mich ist dabei unsere Fähigkeit als Mensch, Gefühle über eine Figur zu vermitteln und auch zu fühlen, was jemand mit einer Figur sagen, zeigen möchte.
Teilnehmende Paar wurden bei unseren Workshops angeleitet, Alltagssituationen in Szenen zu bringen.
Meine Erfahrungen in so einer Situation, und ich glaube ich kann auch für Ursula sprechen, sind:
Die Figur steht für mich, ich sehe, wie sie agiert und reagiert. Die Distanz zur Figur ermöglicht mir Erkenntnisse, die ich in einer unmittelbaren Konfliktsituation vielleicht nicht mehr erkennen kann.
Durch einen Tausch der Figuren und den Wechsel der Rollen entsteht darüber hinaus ein Sehen mit den Augen des andern.
Die Gruppe als Setting ist dabei eine Bereicherung.
Unsere Erfahrungen haben uns beflügelt.
Ursula hat sich auf Paarberatung spezialisiert und die Ausbildung „Partnerschule“, heute Integrative Paartherapie, bei Dr. Robert Sanders gemacht. Sie hat für seine Methode Feuer gefangen und viele Elemente in unseren Paarworkshop eingebracht.
Später habe auch ich die Ausbildung zum Partnerschultrainer gemacht.
IPT – Integrative Paartherapie (ehemals Partnerschule)
Was ist Integrative Paartherapie?
Eine gelungene, dauerhafte Partnerschaft ist für viele Menschen eines der wichtigsten Lebensziele. Wir wünschen uns Eigenständigkeit und gleichzeitig Geborgenheit in Partnerschaft und Familie.
Die Realität sieht aber oft anders aus. Neben manch schönen Momenten in der Zweisamkeit drängen sich der Alltag mit beruflichen Anforderungen und andere Belastungen in den Vordergrund. Die Liebe scheint darunter zu verschwinden.
In der IPT geht es darum, das Verbindende wahrzunehmen und das Gemeinsame zu stärken. Dabei wird nicht Kaputtgegangenes repariert, sondern Paare arbeiten an ihren Kompetenzen.
Sie heißen: sich authentisch ausdrücken können, den Partner/die Partnerin genauer und realistischer hören und sehen können, förderliche und hinderliche Verhaltensmuster erkennen können und eine gute Gesprächs- und Streitkultur entwickeln.
Die Partnerschule traut dabei den Paaren zu, ihre Beziehung selbst zu gestalten und Verantwortung für sich und die Partnerschaft zu übernehmen.
Die Partnerschule wurde 1990 von Dr.Rudolf Sanders gegründet. Sie wird seither empirisch begleitet und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Seit 2016 ist sie in der Grünen Liste Prävention gelistet.
Wie arbeitet die Partnerschule?
Methodenvielfalt und das Ansprechen aller Sinne sind uns wichtig. Wir arbeiten mit Ton, Farben, Formen, Phantasiereisen. Da Beziehungserfahrungen und Emotionen körperlich gespeichert sind werden auch Übungen zur Körperwahrnehmung angeboten. Die gemachten Erfahrungen werden in Worte gefasst und dem Partner/der Partnerin vorgestellt.
Die Gruppe spielt dabei eine wichtige Rolle:
Sie bietet schützenden und bereichernden Rahmen. Die Paare merken, dass sie mit ihren Fragen und Problemen nicht allein sind und erkennen auch die gesellschaftlichen Komponenten ihrer Situation.
Besser mit dem alten Partner was Neues als mit einem neuen Partner was Altes.
Rudolf Sanders
Inhaltlich werden drei aufeinander aufbauende Module angeboten.
Durchgehende Elemente aller drei sind: bewegungsorientierte Übungen, der Einsatz kreativer Medien, Übungen, die das partnerschaftliche Miteinanderumgehen fördern.
1. Modul:
„Wir als Paar“
(Wochenendseminar)
In diesem Seminar geht es insbesondere um die Themen:
- Was für ein Paar sind wir?
- Welche Stärken und Schwächen zeichnen uns aus?
- Welche Beziehungsmuster wollen wir verändern, welche wollen wir stärken?
- Welche Beziehungserfahrungen bringt jeder von uns mit?
- Welche Verhaltensmuster sind für das Zusammenleben hinderlich und können losgelassen werden?
- Welche Ideen hat jeder von einer Ehe, einem partnerschaftlichen Zusammenleben?
- Welche Ziele setzen wir uns als Paar
2. Modul:
„Kleines Genusstraining“
(Wochenendseminar)
In diesem Seminar geht es insbesondere um die Themen:
- Die Wahrnehmung des eigenen Körpers mit wohlwollendem Blick.
- So wie ich bin, bin ich gut!
- Die Bedeutung von Träumen und Phantasien als Wegweiser lebendiger Sexualität.
- Sich mit dem Partner über Sexualität austauschen können.
- Die Verantwortung für die eigene Sexualität übernehmen.
- Integration der gegengeschlechtlichen Anteile, basierend auf der Idee, dass in jedem Mann Weibliches und in jeder Frau Männliches steckt.
3. Familienkibbuz:
„Training von Autonomie und Zweisamkeit“
(Blockseminar über sieben Tage)
Der Familienkibbuz bietet in angenehmer Ferienidylle in Stubenberg am See die Möglichkeit, eine Woche Urlaub mit der Familie zu verbringen und sich dabei für ein paar Stunden am Tag in spielerischer, kreativer Form mit folgenden Themen zu beschäftigen:
- Den eigenen Standpunkt besser kennen und vertreten lernen
- Mit den Augen des anderen sehen
- Das Konfliktverhalten reflektieren und verbessern
- Gesprächs- und Konfliktkultur entwickeln
- Eigene Fähigkeiten / Ressourcen neu entdecken
Während die Paare miteinander arbeiten, werden die Kinder in liebevoller, lustiger Lageratmosphäre betreut.
Beim Familienkibbuz handelt es sich um ein Seminar, das aufgrund seiner Rahmenbedingungen den Teilnehmern intensive Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten bietet. „Offizielle“ Arbeit wechselt hier mit der Möglichkeit ab, mit anderen Teilnehmern oder mit seiner Familie gemeinsame Zeit zu verbringen und zu gestalten, aber auch sich allein für sich selbst zurückzuziehen.
An den Abenden sind alle eingeladen, sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten in die Gruppe einzubringen.
Mehr Informationen:
Für den Familienkibbutz in Stubenberg sind wir Ihnen gern bei der Suche nach einer Pension behilflich.
Mehr über Stubenberg unter www.stubenberg.at
Termininfos
Sobald sich 4 Paare angemeldet haben (vielleicht kennen Sie wen, dem seine/ihre Beziehung am Herzen liegt :-), werden wir die Termine ausschreiben.
1. Modul:
„Wir als Paar“
Im Traumraum, Stubenberg am See
2. Modul:
„Kleines Genusstraining“
Im Traumraum, Stubenberg am See
Blockseminar (Freitag 17.00 Uhr bis Sonntag 13.00 Uhr):
3. Modul:
„Familienkibbutz“
Stubenberg am See
Nähere Informationen dazu und Anmeldung unter:
Kontakt
Ursula Karch
Dipl. Lebens- und Sozialberaterin
Stubenberg 69
8223 Stubenberg
Telefon: +43 699 18 32 97 48
E-Mail: office@stefankarch.com
Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen?
Möchten Sie einen Termin für eine Beratung vereinbaren?
Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf!